Schittwetter beim Hamburg-Marathon am 28.04.2019 (Update)

Update (08.05.2019):

Die erste Woche Sportpause diente auch dazu den Heide Park am 01.05.2019 zu besuchen. Um 5.30 Uhr ging es auf die 347 km lange Strecke von Berlin nach Soltau. Nach 3 Stunden Fahrzeit kamen wir “im Deutschlands größten Abenteuer” an. Mit Freunden verbrachten wir dort schöne Stunden.

 

Zufrieden im Ziel in Hamburg

Auch diente die Regenerationszeit dazu sich Gedanken über die restliche Wettkampfsaison zu machen. Den ursprünglich geplanten Start über 1.500 Meter bei den Norddeutschen Senioren Meisterschaften Mitte Juni habe ich überdacht und mich gegen eine Teilnahme entschieden, da in Berlin keine Bahnlaufveranstaltungen als Vorbereitung auf die Titelkämpfe angeboten werden und somit eine Formüberprüfung nicht möglich ist. Neben der geplanten Gewichtsreduzierung um 4 Kilo beginnt auch in Orlando (USA) ab Mitte Mai das “verstärkte” Training für die Sommer-und Herbstsaison.

 

 

Meine weitere Wettkampfplanung sieht wie folgt aus:

Wettkampfplanung Sommer/Herbst 2019        
15.06.2019 5 km Lichtenauer Wasserlauf    
14.07.2019 10 km Lausitzer Seenlauf    
21.08.2019 Meile LG Süd Sommersportfest    
25.08.2019 10,549 km Kreuzberger Viertelmarathon    
08.09.2019 5 km Tierparklauf    
            29.09.2019 21,1 km           Beetzseelauf in Brandenburg    

Mit Zuversicht in die Sommer-und Herbstsaison

Eine gemeinsame Teilnahme mit meinem Laufpartner Daniel beim Dresden Marathon am 27.10.2019 (Halbmarathon) ist auch zum Abschluss der Laufsaison noch möglich. Bis dahin ist ein Training nach Plänen meines Trainers Christian Schieber notwendig, um mit Spaß und Erfolg die Wettkämpfe bestreiten zu können. 4-5 Laufeinheiten und vor allem regelmäßiges 1-2 maliges Ganzkörpertraining in der Woche dienen als Grundstein für dieses “verstärkte” Training. Dazu muss die Gesundheit und der Körper mitspielen. Bei 25 Grad geht ab der kommenden Woche das Training in Orlando (USA) los, natürlich in Kombination mit dem Besuch von zahlreichen Freizeitparks.

 

Hier beginnt der ursprüngliche Bericht zum Hamburg-Marathon 2019:  

Hamburg im Dauerregen

Nach 1997,1999, 2005, 2006 und 2018 zog es mich auch in diesem Jahr nach Hamburg zum Hamburg- Marathon. Wie bereits im letzten Jahr ging ich auch diesmal über die 21,0975 km Laufdistanz an den Start am Messegelände. Noch am Donnerstag vor dem Lauf absolvierte ich eine sportmedizinische Untersuchung und eine Leistungsdiagnostik bei Dr. Robert Margerie.

 

 

 

 

Nach der Arbeit ging es am Freitag um 15.27 Uhr mit dem ICE Sprinter vom Bahnhof Berlin Südkreuz nach Hamburg. Noch schnell die Hamburg Card für drei Tage gekauft und ab zur Marathonmesse. Diese bot einiges interessantes und brachte mich in Stimmung für meinen Lauf am folgenden Sonntag. Im Vergleich zum Jahr 1999 wog ich nunmehr nicht mehr 71 kg sondern 7,2 Kilo mehr und anstatt durchschnittlich über 90 km pro Woche zu trainieren, waren es 20 Jahre später “immerhin” um die 50 Kilometer. Lt. der Leistungsdiagnostik bei Dr. Robert Margerie sollte ich im 5er Schnitt auf eine 1:45 h zu laufen.

 

Mein Trainingsumfang war im nachhinein zu wenig für eine schnellere Zeit für einen nunmehr 51 jährigen gewesen. Auf der Marathonmesse traf ich u.a.  Martin Grüning (* 2. Dezember 1962 in Neuss) einen ehemaligen deutschen Spitzen- Langstreckenläufer, der heute als Journalist und Sachbuchautor tätig ist.

 

1984 gewann er bei seinem Marathondebüt den Essener Lauf Rund um den Baldeneysee in 2:18:22 h. Im Jahr darauf steigerte er sich als 21. des Chicago-Marathons auf 2:14:58 h. 1987 wurde er beim Berlin-Marathon Neunter in 2:14:16 h. Im Folgejahr erzielte er seine beste Platzierung bei Deutschen Meisterschaften (Dritter im 5000-Meter-Lauf) und wurde Zweiter beim Frankfurt-Marathon in 2:13:46 h. 1990 wurde er Dritter des Houston-Marathons in seiner persönlichen Bestzeit von 2:13:30 h, und 1992 belegte er beim Frankfurt-Marathon denselben Platz. Er trat oft in Wettkämpfen gegen meinen Trainer Christian Schieber (Jg.1959) an.

Am Samstag früh noch locker 30 Minuten vom Hotel Mercure City zur Speicherstadt gelaufen. Mittags dann eine sehr schöne 2 stündige Stadtrundfahrt im sonnigen gelben Doppeldeckerbus bei 18-21 Grad genossen. Diese kurzweilige Stadtrundfahrt hat uns sehr gut gefallen.

 

 

 

 

 

Nachmittags in der Neuen Flora Hamburg verzauberte uns das erste Musical vom Cirque du Soleil “Paramour”. Wir waren von diesem 2 1/2 stündigen Musical mit viel Akrobatik begeistert.

 

 

Im Hard Rock Cafe ließen wir den Abend bei einem sehr leckeren Essen, bei sehr guten Service ausklingen. Nach sehr schönem Wetter am Freitag und Samstag zog sich der Himmel Samstag Abend zusammen und es begann verstärkt zu regnen. Lt. den Wetterprognosen einiger Wetterdienste sollte es weiter bis Sonntag früh regnen. ….sollte

 

So lief der Hamburg-Marathon in der Spitze

Einen äthiopischen Doppelsieg gab es beim Haspa Hamburg-Marathon: Tadu Abatu und Dibabe Kuma gewannen das Rennen bei kühlen und nassen Bedingungen.

Der Vorjahres-Zweite Abatu setzte sich in einem spannenden Sprint-Finish in 2:08:25 Stunden mit nur einer Sekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Ayele Abshero durch. Der Marathon-Olympiasieger von 2012, Stephen Kiprotich (Uganda), belegte Rang drei in 2:08:31. Es war der vierte Sieg in Serie für die Äthiopier im Hamburger Männer-Rennen. Nie zuvor in der Geschichte des Rennens lagen die ersten drei Läufer so dicht beieinander. Sie trennten lediglich sechs Sekunden. Doch es gab schon früh prominente Ausfälle: Ausgerechnet der zweimalige Marathon-Weltmeister Abel Kirui hatte frühzeitig, schon vor dem 15-km-Punkt, den Kontakt zur Gruppe verloren. Der Kenianer wollte auf der schnellen Hamburger Strecke eigentlich den Streckenrekord von Eliud Kipchoge (Kenia) angreifen, der 2013 hier in 2:05:30 gewonnen hatte. Doch daraus wurde nichts. Kirui kam nicht einmal bis zum 20-km-Punkt.

Nicht optimal lief auch das Debüt eines anderen prominenten kenianischen Läufers: Der zweimalige Hindernis-Olympiasieger Ezekiel Kemboi fiel kurz nach der Halbmarathonmarke, die die große Spitzengruppe nach 63:29 Minuten erreicht hatte, zurück. Immerhin erreichte Kemboi das Ziel. Allerdings kam er dabei in 2:17:39 nicht über Platz 30 hinaus.

Im Gegensatz zu den Männern setzte sich im Rennen der Frauen Dibaba Kuma kurz nach der Halbmarathonmarke von ihren Konkurrentinnen ab und lief fortan ein einsames Rennen. Obwohl sie am Ende bei den schwierigen Bedingungen langsamer wurde, erreichte die Äthiopierin mit 2:24:41 Stunden die sechstbeste je in Hamburg gelaufene Zeit. Zweite wurde die Kenianerin Magdalyne Masai in 2:26:02, Rang drei belegte Failuna Matanga (Tansania) mit 2:27:55.

Für die 34. Auflage des Haspa Hamburg-Marathon verzeichneten die Veranstalter eine Gesamt-Meldezahl von rund 35.000 Athleten. Von ihnen hatten knapp 14.000 Läufer für das Rennen über die 42,195-km-Distanz gemeldet. Fast 4500 Teilnehmer verzeichnete der leider etwas stiefmütterlich behandelte Halbmarathon. Der Haspa Hamburg-Marathon ist der größte Frühjahrs-Marathon im deutschsprachigen Raum. Mit 14 Zeiten von unter 2:12 Stunden hatte das Männerrennen eine hervorragende Breite in der Spitze.

Mein Rennen:

Zu Dritt waren wir vom Polizei SV am Start in Hamburg. Eva, Alan und ich liefen in Hamburg und fast zeitgleich 6 weitere Mitglieder unserer Laufgruppe im Spreewald (bei weit besseren Witterungsverhältnissen).

 

Kurz vor dem Start

Auf Grund meines relativ wenigen Trainings und der Leistungsdiagnostik (sehr gute Werte für die Mittelstrecke bis 10 km) sollte ich lt. Dr. Robert Margerie im 5er Schnitt auf eine 1:45 h zu laufen. Leider regnete es fast den ganzen Tag im Hamburg und bei den nassen und kühlen (7-10 Grad) Witterbedingungen musste ich “mit dem Kopf” laufen. Im Startblock traf ich Eva und Alan. Pünktlich um 8.25 Uhr erfolgte der “Startgong” für den Halbmarathon.

 

 

 

Auf geht’s

5:06, 4:56,4:50,4:53, 4:53 Minuten für die ersten 5 Kilometer. Es rollt. In 24:38 Minute passiere ich die 5 Kilometer-Marke. 48:55 Minuten benötige ich für 10 km. Ich fühle mich trotz des “Schittwetters” sehr gut. Die Renntatik geht bislang auf. In 1:13:16 h überlief ich die 15 Kilometer-Marke.

 

Bis Kilometer 18 läuft es einfach wunderbar. Immer knapp unter der “5 Minuten Marke”, 4:50,4:48,4:55 Minuten, Kilometer 18 ist erreicht.   Ich überhole zahlreiche Läufer (innen) und rechne im Kopf hoch, dass es sicher ein Zeit unter 1:45 h im Ziel wird. Ein tolles Lauferlebnis im Dauerregen. Die Beine werden mir aber nun schwerer.

Beide Fotos: Claudia Woiczik

 

Hier das Video vom diesjährigen Hamburg-Marathon:

 

“Nur noch” eine 4:59 bei Kilometer 19. Ich will mehr “Gas geben”, aber die Beine streiken. Nur noch 1,1 Kilometer bis zum Ziel. Meine Laufuhr zeigt für den Abschnitt von Kilometer 16-20 eine 24:31. 48:52 Minuten (24:21 und 24:31) für den “zweiten 10er”. 1:37:47 h vor “dem Anstieg” ins Ziel. Leider bin ich nun so platt, dass ich mich zum Ziel hochschleppe und mit einer Zeit von 5:46 Min. für 1,1 Kilometer eine besser Zeit mir “versaue”. Happy, total zufrieden und voller Stolz, dass die Renntaktik bis Kilometer 20 aufging, erreiche ich in 1:43:33 h als Gesamt 430, Platz 42 in der M50 (von 259 Finishern in der M50) und 363ter Mann das Ziel.   

 

Meine 5er Abschnitte:

24:38 Minuten-24:17 Minuten-24:21 Minuten-24:31 Minuten (sehr schön konstant). Ein Negativ-Split auf der zweiten Hälfte, wenn nicht der letzte Kilometer gewesen wäre. Sogar eine 1:42 h wäre drin gewesen.

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an Eva und Alan, welche zusammen in 1:49:07 h das Ziel sehr zufrieden erreichten.

 

 

7 Gedanken zu „Schittwetter beim Hamburg-Marathon am 28.04.2019 (Update)

  1. Hallo Andrej,

    danke für deine fantastische Bewertung auf Google Maps und deine Zeilen auf deiner Homepage.Schön, dass es dir bei uns gefallen hat. Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch bei uns.
    Dein Hard Rock Cafe Hamburg-Team

  2. Lieber Andrej, Du hast
    einen sehr schönen mit liebe 💕 geschriebenen WE- Laufbericht aus HH geschrieben🏃‍♂🏃‍♀🏃‍♂.
    Sehr informativ, detailliert…tolle Bilder eingefügt und dazu sehr wissenswertes zu den Marathon- Läufer Grüning hinzugefügt. Beeindruckend☺

  3. Hey…das ist ein wirklich schöner und ausführlicher Bericht… und trotz des verfehlten persönlichen Ziels ein tolles Ergebnis sowie Erlebnis…also meine Wertschätzung hast Du…👍
    Liebe Grüße Nico

  4. Gratulation!!!!!

    Vielen Dank für den schönen Bericht.

    Ich habe am Sonntag an Sie gedacht, weil ich von meiner Familie über die Bedingungen in Hamburg informiert worden bin.

    Sehr intelligent gelaufen und die Empfehlungen des Sportarztes perfekt umgesetzt.

    Ein Negativsplit imponiert mir immer!

    Sportliche & sonnige Grüße aus dem Olympiapark

    Robert Margerie

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. med. Robert Margerie

    Facharzt für Innere Medizin – Sportmedizin – Rettungsmedizin

    Gesundheitsförderung und Prävention

    Ernährungsmedizin (DGEM)

  5. Liebe Athletinnen und Athleten,

    der Haspa Marathon Hamburg 2019 ist Geschichte – eine, die uns und hoffentlich auch euch noch lange in Erinnerung bleiben wird. Jede und jeder von euch hat an dieser Geschichte mitgeschrieben und die Veranstaltung damit erneut zu einem großartigen Laufevent gemacht.
    Ihr habt Regen und Kälte getrotzt und euch und uns mit einzigartigen und unvergesslichen Bildern und Emotionen belohnt, die es so eben nur in Hamburg gibt.
    Für all das bedanken wir uns ausdrücklich und sehr herzlich bei euch!

    10.096 Marathonis, 2.889 Halbmarathonis, 6.272 Staffelläuferinnen und -läufer sowie 3 Handbiker kamen bei der 34. Auflage von Deutschlands größtem Frühjahrsmarathon ins Ziel.

    Wir würden uns freuen, euch auch im nächsten Jahr wieder in Hamburg willkommen heißen zu dürfen. Der 35. Haspa Marathon Hamburg findet am 19. April 2020 statt.

    Die Anmeldung ist bereits seit dem 29. April geöffnet – für den Marathon und Halbmarathon ist die Frühbucherphase bereits verstrichen, im Staffelmarathon sind nur noch wenige Startplätze in der ersten Preisstufe (139,- €) zu haben. Schnell zu sein lohnt sich also.

    Zur Anmeldung

    Wir wünschen euch eine gute Erholung und eine spannende Laufzeit!
    Euer Haspa Marathon Hamburg Team

  6. Moin moin Herr Woiczik,

    wir freuen uns sehr über Ihre nette Bewertung und den freundlichen Kommentar. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese genommen haben.

    Es ist schön zu hören, dass Sie immer wieder gerne bei uns sind und Ihnen unser Hotel so gut gefällt.

    Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch und wünschen Ihnen bis dahin alles Liebe.

    Mit herzlichen Grüßen aus Hamburg

    Denise Tomrell
    Managers Assistant & Project Manager

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    AccorInvest Germany GmbH
    Mercure Hotel Hamburg City
    Amsinckstraße 53
    20097 Hamburg
    Deutschland

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