Die Gedanken eines Läufers vor dem Dresdener Halbmarathon

Training am Senftenberger See

Bei der Einrichtung meines neuen Asus-Notebooks fielen mir, bei der Installation von Excel und Word, wieder meine Trainingsaufzeichnungen der Jahre 1998 bis 2010 “in die Hände”. Zwischen dem 30. und 40.Lebensjahr hatte ich meine “zweite Hochphase des Schaffens”, mit einem Ausreißer nach oben im Jahr 2016 dank ausreichender Möglichkeiten zum Training und zur Regeneration. Seither gingen Trainingsumfang, Trainingsintensität und auch ein wenig des Alters geschuldet die erzielten “Wettkampfzeiten” zurück. Wenn gleich man schreiben muss, dass es weltweit tausende über 50zig Jährige gibt, welche die 5000 Meter

Geniessen an der Mecklenburgischen Seenplatte

noch weit unter 20 Minuten oder die 10 Kilometer unter 40 Minuten laufen. Von den Halbmarathon-und Marathonzeiten wollen wir hier gar nicht erst “sprechen”. Also könnten ein höherer Trainingsumfang und eine gesteigerte Intensität auch mit über 50 Jahren bessere Laufzeiten als derzeit bringen? Darüber gibt es sogar einige Laufbücher, wo man einige Tipps diesbezüglich sich annehmen kann.

 

Training im Oktober lief gut

Und die Antwort ist “jein”. Es gibt so viele weitere Faktoren wie Gesundheit, Willen, Lebensumstände usw., welche man dazu auch anführen muss. “Laufen soll Spaß machen, das macht es mir weiterhin”. Was mir ganz ehrlich fehlt, um nochmals es wagen zu wollen einen Marathon zu laufen oder einen 10er unter 40 Minuten ist die fehlende Motivation. Auf kürzeren Laufdistanzen bis 5 Kilometern bin ich fast so fix wie früher (immer im Bezug auf den Altersmalus). Da kann ich auch schon mal bei den Einheiten wie 8-10 x Meter zum Schluss noch eine 72er Runde laufen, aber bei längeren Einheiten über 90 Minuten mich allein zum Schluss “zu quälen”, fällt sehrrrrrrr schwer.

Training in Soltau

Im kommenden Jahr stehen die Jubiläen “25 km von Berlin” und “Woiczik läuft seit 40 Jahren Wettkämpfe” an, da böte sich eine Möglichkeit die Motivation ein wenig zu heben. Mal sehen, was dazu der Willen und der Körper sagen? Derzeit laufen die Vorbereitungen auf den Dresdener Halbmarathon am 27.10.2019 in der 13 Wochen, trotz Infekt Mitte September, gut und zwischen dem 3.10 und 9.10 absolvierte ich sogar 93 Laufkilometer (6 Laufeinheiten), der höchste Umfang seit Herbst 2015. In meinem Urlaub, zwei Wochen vor dem Lauf in Dresden, trainierte ich an drei Destinationen sehr gut nach der 93er Woche und absolvierte an zwei Tagen sogar zwei Einheiten

Es läuft auch am Abend

(Laufen/Rad). Wenn ich gesund bleibe und Geist und Körper es wollen, dann müsste eine Zeit unter 1:42 h herauskommen. Im Gegensatz zum Halbmarathon in Hamburg Ende April diesen Jahres lief ich mehr Einheiten über 20 Kilometer (bislang 5 von 20,33 bis 22,69 Kilometer) anstatt 1 im Frühjahr und auch der Umfang war im August und derzeit im Oktober mit durchschnittlich über 55 Kilometern höher als im Winter/Frühjahr 2019.

Bestmarke am heutigen Tag erreicht

Laut meinen technischen Daten meiner Garmin-Laufuhr wären vom Herz-und Kreislaufsystem sogar weitaus schnellere Zeiten möglich, aber daran ist tatsächlich nicht dran zu denken. Aber es zeigt deutlich, dass die letzten drei Wochen umfangreichen Trainings meine Leistungsfähigkeit verbessert haben. Auch die 4 Wettkämpfe über 10 km und Viertelmarathon in der Vorbereitung verbesserten meine Fähigkeit im Bereich 4:30-4:40 min/km laufen zu können. In Soltau lief ich vor wenigen Tagen bei der Einheit 2 x 5 Kilometer im Stadion bei Regen und Wind konstant jeweils einen Schnitt unter 4:30 min/h.

 

unglaubliche Ergebnisse nach drei Wochen umfangreichen und intensiven Training

Die Motivation scheint bei mir ein wenig gestiegen zu sein oder was meint Ihr?

Nun heißt es aber nach der letzten langen Einheit am kommenden Sonntag nicht in Panik verfallen und zu meinen, dass in Dresden mehr möglich ist, als zuvor gedacht. Der Weg, welchen ich derzeit nach längerer Zeit des “Trübsal” eingeschlagen habe, kann für das kommende Jahr der Richtige sein. Aber für den Lauf in Dresden ändere ich nichts an meinem Plan erst einmal knapp unter dem 5er Schnitt bis Kilometer 12 zu laufen und dann sehe ich, ob mehr drin ist?

 

 

 

3 Gedanken zu „Die Gedanken eines Läufers vor dem Dresdener Halbmarathon

  1. Lieber Andrej, ein interessanter Bericht. Wir werden alle älter und langsamer. Das geht mir genauso wie anderen Läufer/innen.die schon längere Zeit laufen. Freude dich auf die Läufe, genieße die Atmosphäre und die schönen Gespräche mit den Teilnehmern.Das Laufen im Alter hat eine soziale Komponente. Ich freue mich beim Laufen auf Gleichgesinnte zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten über Training, Wettkämpfe usw. Wenn dann noch eine aus meiner Sicht gute Laufzeit dabei herauskommt, umso schöner. In diesem Sinne, mach deinen Kopf frei von irgendwelchen stressigen Bestzeiten die du in Dresden laufen willst und genieße lieber den Lauf und die schöne Stadt. Du läufst nur für dich und nicht für andere. In diesem Sinne viel Spaß in Dresden. Lg Winfried

  2. Lieber Andrej
    Danke für deine guten Wünsche. Mal sehen was am Ende herauskommt. Das Wetter soll ja nicht ganz schlecht werden in Frankfurt. Abwarten…
    Ein Treffen mit dir mache ich immer wieder gerne. Ob es im Dezember was wird oder Januar können wir ja noch abstimmen. Wir bleiben in Kontakt… Dir für Dresden auch alles Gute und einen entspannten Lauf.
    LG Christoph

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