Fleesenseelauf- eine (fast) unbekannte Laufperle

TUI BLUE Fleesensee

Am 17. September 2017 fand der 17. Fleesenseelauf in Göhren – Lebbin statt. Nur 7 Tage vor dem Berlin – Marathon starteten fast  200 Läuferinnen und Läufer im Halbmarathon und auf der 10km – Strecke aus, vor allem den nördlichen Teilen Deutschlands.

 

Der Fleesenseelauf hat sich in den letzten Jahren unter vielen Läuferinnen und Läufern als Natur- und Erlebnislauf einen guten Namen gemacht. Hauptgrund hierfür ist die schöne, abwechslungsreiche, aber anspruchsvolle  Laufrunde,  durch die Dörfer entlang des Fleesensees und die familiäre Atmosphäre.

 

Wir waren einige Tage an der Mecklenburgische Seenplatte, genauer geschrieben in Göhren-Lebbin im wunderschönen 4,5 * Hotel TUI BLUE Fleesensee. Am Freitag und Samstag besuchten wir die schönen Städte Waren/Müritz und Malchow, sowie den Bärenwald und die Sommerrodelbahn samt Affenanlage in Malchow. Des Weiteren entspannten wir in der SPA Anlage im Hotel und spazierten am Fleesensee entlang.

 

Während die 5 und 10 km Teilnehmer am Marktplatz starteten, wurden die Halbmarathonis 1,3 km entfernt vom Marktplatz zu ihrem Start von den Organisatoren geleitet. Pünktlich um 10.30 Uhr fiel der Startschuss für alle drei Wettbewerbe bei tollen Laufbedingungen.12-16 Grad, viel Sonne und kein/kaum Wind.

 

 

Während die Teilnehmer auf den „kürzeren Laufdistanzen“ nach dem Start  eine abschüssige Laufpassage unter die Füsse nehmen mussten, „durften“ die Halbmarathon-Teilnehmer gleich nach dem Start einen 1,3 km langen Anstieg zum Marktplatz absolvieren, welcher insgesamt drei Mal während der 21,1 km erklommen  werden musste.

Die 9,9 km lange Laufrunde ist abwechslungsreich  und umfasst 70% Laufen auf Radwegen und asphaltierten Landstraßen, sowie  30% auf Wald-oder Sandwegen.  Als Teilnehmer dieser Laufveranstaltung muss man den Veranstalter für seine Organisation und das Rahmenprogramm am Veranstaltungstag am Marktplatz loben. Ausreichend Parkplätze in Nähe des Start-und Zielbereiches, Duschmöglichkeiten nach dem Lauf im SPA  Fleesensee, gute Komplettpakete mit Hotelübernachtungen usw.

Mein Lauf:

Kurz vor dem Ziel

Für einen Halbmarathon hatte ich im Vorfeld fast noch nie so wenig trainiert wie für den  Fleesenseelauf. Aus unterschiedlichen Gründen konnte ich nur knapp 50 km pro Woche in der 12 wöchigen Hauptvorbereitungszeit trainieren, daher schätze ich mein derzeitiges Leistungsvermögen auf eine Laufzeit von 1:45-50 h ein. Den ersten Kilometer lief ich bewusst langsam in 4:58 Minuten an. Die ersten 5 km absolvierte ich in 23:52 Minuten, die nächsten beiden 5er Abschnitte in 23:54 und 23:55 Minuten.

Die letzten Meter vor dem Ziel

In einer 4er Laufgruppe mit Steffen Opp (HSV Neubrandenburg), Reiko Wießner (Rostock), Matthias Leneweit (Hamburg) und meiner Person liefen wir zusammen von Kilometer 10 bis Kilometer 17 in einem konstanten Tempo. Überraschenderweise fühlte ich mich sehr gut, trotz des wenigen Trainingsumfanges und der heftigen Strecke, so dass ich bei Kilometer 17 das Tempo verschärfte und die Gruppe sprengte. Nur Steffen konnte dem Tempo folgen und überholte mich kurz vor Kilometer 19 (kurz vor der langen Steigung). Bei Kilometer 20 (5er Abschnitt von 22:51 Minuten) war ich mir sicher, dass ich unter 1:40 h laufen werde. 1:34:32 h zeigte die Laufuhr.

 

 

 

Sehr zufrieden nach dem Lauf

Ich hatte die 10-15 Meter Rückstand auf Steffen aufgeholt und „schoß“ den langen Anstieg zum Marktplatz hoch und mobilisierte alles Kräfte und errreichte als Gesamt 7 in 1:38:52 h mit großem Jubel das Ziel. Steffen pulverisierte seine Bestzeit aus dem letzten Jahr bei gleichen Lauf um über 3 Minuten und bedankte sich bei mir für „das Ziehen“.  In der M45 landete ich sogar auf Platz 2. Im SPA konnte man dann ausgiebig duschen und entspannen. Nach einer Massage am Montag und einen Laufruhetag heißt es jetzt nicht übertreiben im Hinblick auf den Lübecker Marathon (da laufe ich den Halben). Ich hatte einen sehr guten Tag erwischt, was in diesem Jahr bei mir noch nicht zuvor vorkam.

 

Nach dem Lauf ganz in Ruhe entspannt

Gesund bis zum Lauf in Lübeck bleiben, noch zwei lange Einheiten unter die Füsse nehmen und so locker wie beim 17. Fleesenseelauf in Göhren – Lebbin an den Start in Lübeck gehen. Dann wird man sehen was rauskommt. Für die DM in Hannover Anfang April hatte ich im Durchschnitt 65 km pro Woche trainiert, jetzt 47 km. Dafür lief ich jetzt 2 flottere Einheiten pro Woche, was ich im Frühjahr nicht machte.

 

Auf der Internetseite: http://fleesenseelauf.de/de/ findet man folgenden Beitrag:

Foto vom Veranstalter

Die Gemeinde Göhren – Lebbin hatte sich herausgeputzt. Zusammen mit dem 17. Fleesenseelauf wurde auf dem Marktplatz kräftig gefeiert. Hier hat die Gemeinde einen neuen Spielplatz und Wasserspiele errichtet. Bei der feierlichen Übergabe würdigte der Bürgermeister der Gemeinde, Peter Becher, das Engagement der beteiligten Firmen und Einrichtungen. Der gesamte Marktplatz war mit bunten Fahnen, Luftballons und zahlreichen Aktivitäten hergerichtet. Der Berliner Andrej Woiczik (Halbmarathon in 1:38:52) war vom „Feeling – Fleesensee begeistert“ …

Es hat an diesem Tag einfach alles gepasst. Das sommerliche Wetter war der ideale Rahmen für den Fleesenseelauf, die vielen Zuschauer und Läufer, als auch die feierliche Übergabe der Neugestaltung des Spielplatzes und des dazugehörigen Wegenetzes in der Gemeinde. Die Partner des Hotel- und Sportresort waren auf den Marktplatz gekommen, um gemeinsam mit den Läufern zu feiern. Für die Kinder gab es Kinderschminken, Hüpfburg und eine große Bastelstation. Viel Trubel auch am Puma – Promotionmobil des Outletcenters aus Penkow. Hier gab es unzählige Fußballe und kleine geschenke für alle Teilnehmer am Fleesenseelauf. Für die Läufer war wirklich an alles gedacht. Parken, Umkleiden, Freigetränke und die Nutzung der Fleesensee Spa World wurden mit Dank angenommen. Für die Organisatoren des Fleesenseelaufes das beste Geschenk – die vielen glücklichen Gesichter der Teilnehmer und Zuschauer. Eine Fortsetzung sollte folgen …

4 Gedanken zu „Fleesenseelauf- eine (fast) unbekannte Laufperle

  1. Lieber Her Woiczik,

    vielen herzlichen Dank für die guten Wünsche zum Marathon und den schönen Bericht vom Lauf in Fleesensee.

    Ich werde einen gemütlichen Lauf am Sonntag angehen.

    Die Woche in den Alpen hat sehr viel Kraft gekostet und kaum Trainingsreize gesetzt; 120 km und 5000 Hm in den Bergen mit schwerem Notfallrucksack.

    Sportliche Grüße

    R. Margerie

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. med. Robert Margerie

    Facharzt für Innere Medizin – Sportmedizin – Rettungsmedizin

    Gesundheitsförderung und Prävention

    Ernährungsmedizin (DGEM)

    Antidopingbeauftragter des Landessportbundes Berlin

  2. Hallo Andrej,
    vielen Dank für Deinen tollen Bericht!
    Es freut uns wirklich sehr, dass es Dir/Euch so gut gefallen hat! Ich denke, Dein Finisherbild sagt auch alles aus J
    Wir sehen uns dann am 08. Oktober (bzw. davor zur Startnummernausgabe) in Lübeck!
    Freundliche Grüße
    Das gesamte Team von

    PRO EVENT
    c/o Roman Klawun GmbH
    Waldemarstraße 20a D-18057 Rostock

  3. Hallo Andrej!

    Gratuliere zur tollen Leistung. Danke für den ausführlichen Bericht. Die letzten 1,1 km mußt Du „geflogen“ sein (4:20s). Schockiert war ich über Dein „Lone Star Trikot“, aber Du hast ja Besserung im PSV-Laufhemd gelobt. Deine Zeit Brutto oder Netto? Brauche beide für die Bestenliste.

    Mit sportlichen Grüßen
    willi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.