Ein langes Wochenende im Vogtland

Vom 23-26.07 waren wir im Vogtland zu einem Kurzurlaub in der Coronazeit. Von Berlin aus ging es früh morgens in 2 3/4 Stunden zuerst in den Freizeitpark Plohn und um 16.00 Uhr weiter “in die Berge” nach Mühlleithen/Klingenthal. Dort waren wir im schönen Ferienhotel Mühlleithen zu Gast.

 

Zum Freizeitpark Plohn gibt es hier einen Artikel von mir:

https://www.freizeitpark-welt.de/freizeitparks/plohn/freizeitpark_plohn_start.php?id=2&nid=4121

Wir verbrachten dort schöne Stunden und genossen das Wetter bei viel Sonne und Temperaturen um 22 Grad.

 

Unser Hotel im Vogtland

Mühlleithen ist ein Ortsteil von Klingenthal im Vogtland. Der Ort mit seinem Ortsteil Winselburg wurde am 1. Januar 1992 nach Klingenthal eingemeindet und bildet seitdem einen Ortsteil im Sinne einer Ortschaft. Weiterhin bildet Mühlleithen eine Gemarkung von Klingenthal. Mühlleithen liegt in 830–870 Metern Höhe zwischen dem Kiel (946 Meter) und dem Aschberg.

Der Ort liegt im Südosten des sächsischen Teils des historischen Vogtlands, gehört aber bezüglich des Naturraums zum Westerzgebirge. Durch Mühlleithen verläuft die Bundesstraße 283 zwischen Tannenbergsthal und Klingenthal unweit der tschechischen Grenze sowie etwa 30 Kilometer südlich von Zwickau.

 

Mühlleithen ist ein Wintersport- und Erholungsort, der schon in den 1920er Jahren durch Omnibuslinienverkehre erschlossen wurde. Schon 1924 gab es einen Wintersportverein. Der Bau einer Skisprungschanze in Winselburg (Große und kleine Vogtlandschanze) folgte 1933.

 

Die Schule fungierte in den 1930er Jahren als „Musterschule“ in der Skilaufausbildung. Durch das Internationale Damenskirennen, seit 1965 in Klingenthal/Mühlleithen beheimatet, ist Mühlleithen in der internationalen Skisportwelt bekannt geworden. In den 2000er Jahren sind aufwendige Loipenbauten mit einer Brücke über die Bundesstraße 283 entstanden. Ein kurzer Skihang kann künstlich beschneit werden.[Neben Ferienwohnungen und Privatunterkünften gibt es das Ferienhotel Mühlleithen,

Laufen in Klingenthal/Mühlleithen

Neben langen Wanderungen, einem Ausflug in den Tierpark Klingenthal, sowie nach Tschechien, trainierte ich 3 x (Laufen) im Vogtland und nahm an einem Wettkampf dort teil. Dieser wurde vom DSV auf einer der Strecken vom Vogtlandlauf ausgetragen und fand im Rahmen eines Trainingslagers vom ÖSV und DSV, sowie vom VSC Klingenthal statt. In zwei 5 km Läufen wurde er mit 99 Teilnehmern ausgetragen. In 22:20 Minuten wurde ich in einem Lauf von 69 Teilnehmern Fünfter und Zweiter in der M 50. Die internationalen Nordisch Kombinier aus Deutschland und Österreich absolvierten einen Elitelauf im Anschluss an den “Jedermannlauf”. Ich war sehr gut drauf, fühlte mich bis 300 Meter vor dem Ziel auf dieser bergigen Strecke hervorragend, zog mir dann aber eine Wadenverhärtung zu und konnte nach dem Duschen nur noch humpeln.

Erst am Sonntag wurde es ein wenig besser, am gestrigen Tag war ich bei Emi zur Behandlung. Heute bin ich sehr langsam knapp 10 km mit fester linker Wade gelaufen.  Die Verhärtung ist noch deutlich zu spüren, daher wird diese Woche erst einmal nur sehr ruhig ohne flottere Läufe trainiert. Insgesamt war es sehr schön an diesem Wettkampf teilgenommen zu haben.

Ich bin ja überhaupt kein Freund von Bergläufen, aber dieser hat mir Spaß gemacht und das Ergebnis kann sich (bis auf die Verletzung) sehen lassen.

Meine Kilometerzeiten: Bergauf: 4:32, 5:12, 2:30 Minuten (2,5 km in 12:14 Minuten)- Bergab: 2:02, 4:04,4:00 Minuten)

 

Vogtland-Arena

Vor dem Wettkampf

Klingenthal bewarb sich als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele im Jahre 1936. Als Teil dieser Bewerbung sollte eine Skisprungschanze am Nordhang des Schwarzberges errichtet werden, in etwa dort, wo heute die Vogtland Arena steht. Die ersten Entwürfe für das Projekt lieferte der Fabrikant Howard Willie Meisel am 13. März 1932.

 

Er plante die Errichtung einer Großschanze, die eine Anlauflänge von 110 m und einen K-Punkt von 150 m besitzen sollte. Die „Böllerschanze“ wäre damit die bei weitem größte Schanze der Welt gewesen, da der Weltrekord im Jahr 1932 noch bei 82 Metern lag. Allerdings wurden die Olympischen Spiele an Garmisch-Partenkirchen vergeben und somit auch die Pläne wieder verworfen.

Erst im Mai des Jahres 1957 begann man in Klingenthal mit dem Bau einer Sprungschanze mit einem K-Punkt von 102 Metern. Die Große Aschbergschanze am Aschberg (auch „Asch“ genannt) wurde am 1. Februar 1959 eingeweiht. Helmut Recknagel gewann den einzigen Wettbewerb vor ca. 70.000 Zuschauern, der auf dieser Schanze stattfand. Am 26. September 1990 wurden der Anlaufturm und die Anlaufbahn aufgrund der Baufälligkeit der Schanze gesprengt. Damit gab es bis zum Bau der Vogtland Arena keine große Skisprunganlage mehr in Klingenthal.

Von 2003 bis 2005 wurde die Vogtland Arena errichtet und am 27. August 2006 im Rahmen des Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombination offiziell eingeweiht. Der erste Wettkampf fand bereits vor der offiziellen Eröffnung im Februar 2006 statt, als hier die tschechische Meisterschaft im Skispringen ausgetragen wurde. Im März 2006 wurde ein B-Weltcup der Nordischen Kombination ausgetragen, im September 2006 ein Skisprung-Grand-Prix. Am 7. Februar 2007 übernahm der VSC Klingenthal einen ausgefallenen Wettbewerb des Skisprung-Weltcups von Harrachov,

der somit der erste Winterwettbewerb der FIS im Skispringen in der Arena war. Auch im Sommer 2007 fand ein Wettbewerb des Skisprung-Grand-Prix statt. Im Januar 2008 wurde erstmals ein Weltcup der Nordischen Kombination in Klingenthal ausgerichtet. Zwischen 2009 und 2013 fanden in der Vogtland Arena vier Springen der FIS-Team-Tour statt.

Im Jahr 2012 fiel das Springen der dritten FIS-Team-Tour in Klingenthal auf Grund zu starken Windes aus. Zum ersten Mal seit der Saison 1994/95 fand in der Saison 2013/14 am 23. und 24. November 2013 die Saisoneröffnung nicht in Skandinavien statt, sondern in der Vogtland Arena. In den darauf folgenden Saisons wurde Klingenthal ebenfalls die Ehre zuteil, den Weltcup-Auftakt der Skispringer auszutragen.

 

 

 

 

 

5 Gedanken zu „Ein langes Wochenende im Vogtland

  1. Herzlichen Glückwunsch zur guten Leistung. Aber vielleicht solltest du mal Urlaub machen und nicht nur noch nach Wettkämpfen suchen.
    ..du wirst nicht Erwachsen.
    Dir noch einen schönen Tag du Invalide
    Daniel

  2. Hallo Andrej, an einem Lauf teilzunehmen den man eigentlich nicht geplant hat ist wie ein kleines Abenteuer. Den vergisst man nicht, zumal du noch ein tolles Ergebnis herausgelaufen bist. In Mahlzeiten bin ich vor 21 Jahren beim Skilangllauf – Wettkampf über 25 km gestartet.
    Viele Grüße
    Winfried

  3. Hallo Andrej, an einem Lauf teilzunehmen den man eigentlich nicht geplant hat ist wie ein kleines Abenteuer. Den vergisst man nicht, zumal du noch ein tolles Ergebnis herausgelaufen bist. In Mühlleiten bin ich vor 21 Jahren beim Skilangllauf – Wettkampf über 25 km gestartet.
    Viele Grüße
    Winfried

  4. Hallo Andrej,

    vielen Dank noch mal für das Training gestern Abend. Du warst eine tolle Begleitung auf dem Rad und hast uns ja unglaublich toll motiviert und gelobt. Es macht auch einfach mehr Spaß und ist so viel effektiver, wenn man nicht alleine so eine Einheit läuft, sondern einen Mitläufer und einen Coach hat. Ich habe wieder einmal gemerkt, dass es mir doch auf diese Weise leichter fällt.

    Ich bin nächsten Dienstag wieder dabei uns hoffe, du auch.

    Viele Grüße und bis bald,

    Clarissa.

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