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„Ich habe einen Traum“ lautet das Motto vom Ötztaler Radmarathon. Mein Lauftrainingspartner (wenn er nicht für diverse Radmarathon-Veranstaltungen trainiert) Daniel hat sich diesen Traum zum zweiten Mal nach 2018 am letzten Sonntag erneut erfüllt.
Der Wettergott meinte es erst einmalgnädig mit den Teilnehmern des 40. Ötztaler Radmarathons. Das prognostizierte „Sauwetter“ blieb zum Glück bis zum späten Nachmittag aus und so starteten in Sölden im Ötztal die 2.751 Teilnehmer um 6:30 Uhr bei rund fünf Grad Celsius auf die 238 Kilometerlange Strecke. Die Route führte über die vier Pässe Kühtai, Brenner-und Jaufenpass sowie das
Timmelsjoch über unglaubliche 5650 Höhenmeter und durch Österreich und Italien. Ursprünglich waren 4.023 Radsportler aus 32 Nationen, bei der inoffiziellen Radmarathon-Weltmeisterschaft, angemeldet doch die miserablen Wettervorhersagen (mit längeren Schneefällen) ließen viele „Einheimische“ lieber im Bett bleiben.
Durch einen Felssturz wenige Tage vor dem Rennen musste eine Streckenänderung mit 10 km mehr Fahrstrecke und 250 Höhenmetern mehr durchgeführt werden. Bei meinem morgendlichen Krafttraining sah ich ab 8.30 Uhr den Radmarathon im Regionalsender Ötztal, welcher das Event 15 Stunden live übertrug. Des Weiteren berichtete Eurosport regelmäßig in seinem „Ersten“ über den aktuellen Stand des Rennens. Dieses Event ist vergleichbar, auch vom Medienecho, wie der New York- oder Berlin Marathon.
Im Laufe des Pässeerklimmen sah ich Daniel des Öfteren im TV. Die Zwischenergebnisse sollten über die Webseite www.datasport.com die Interessierten informieren, doch leider stützte der Server mehrere Male über längere Zeiträume ab, so dass ich Daniels Zieleinfahrt war live im TV mitverfolgen konnte, aber das offizielle Ergebnis erst fast eine halbe Stunde später auf der dann funktionierenden Ergebnisseite erblickte.
Nach 12:50,36,6 Stunden erfüllte sich Daniel zum zweiten Mal seinen Traum und wurde in der Gesamt-Wertung auf dem 1.940 Platz gelistet. Lieber Daniel, ich gratuliere dir an dieser Stelle zu deiner unglaublichen Leistung. Die letzten beiden Stunden im strömenden Regen waren nochmals eine zusätzliche Anstrengung, aber du hast es geschafft. Dir gebührt die „Stunde des Siegers“. Ich ziehe meinen Hut vor deiner erneuten Leistung