Dynamische Dehnen

Aktiv beim Dehnen

Es ist eigentlich erstaunlich, wie wenige Läuferinnen und Läufer sich nach dem Lauftraining Zeit nehmen, um ausgiebig zu dehnen. Dabei sind die Dehn- und Lockerungsübungen ein unverzichtbarer Teil des Trainings. Dehnen kann das Verletzungsrisiko minimieren, die Beweglichkeit erhöhen, die Regeneration nach dem Training verbessern und die natürliche Grundspannung der Muskeln unterstützen.

 

Zudem fördert das Dehnen dein Körpergefühl. Alles dieses berücksichtigte ich auch in der leistungsorientierten Phase meines Läuferlebens. 2 x in der Woche zog ich über mehrere Jahren dieses Dehnprogramm in unserer Trainingsgruppe durch. Doch seit 2008 wurde Dehnen nur notwendig, wenn mal wieder muskeläre Beschwerden die Lust am Laufen behinderten. Die Laufergebnisse nahmen überproportional  deutlich zum Altersfaktor ab und gipfelten 2015/Anfang 2016 in dem Ergebnis, dass man durch den Baustein “ Dynamisches Dehnen“ diesen Faktor wieder verlangsamen kann.

 

Dank der Erkenntnisse von Stefan Makus (Reha Stegitz) nahm ich im Februar 2016 das „Dynamische Dehnen“ 3 x in der Woche in meinen Trainingsplan auf und schon nach kurzer Zeit gab es die ersten Trainingserfolge bei flotteren, längeren Tempodauerläufen. Was zuvor fast undenkbar war, wurde nun wieder wie früher Realität. In der Gemeinschaft mit der TGS Schieber konnte ich ohne muskeläre Beschwerden 10-12 km im geplanten Halbmarathontempo trainieren. Auch kürzere Tempoläufe ließen mit dem Dehnprogramm eine bessere Regeneration der Muskel zu.

 

 

 

Bitte recht (un)freundlich

Wie sieht das dynamische Dehnen bei mir aus?

In der Zeit 2-23 Stunden nach dem intensiven oder langem Lauftraining beginne ich mit der Blackroll (über die schmerzenden Stellen rollen) und einem Tennisball (für die Fußsohlen) mit dem Vorbereitungsprogramm. Nachfolgend führe ich 5-6 Übungen des dynamischen Dehnens in einem Zeitraum von 15-20 Minuten durch. Fertig- und hoffentlich werde ich wieder elastischer als vor dem Beginn des Dehnens. Ich war/bin so steif, dass ich nicht mit durchgedrückten Beine, mit dem Oberköper inkl. der Finger, auf dem Boden kam/komme.