41. Berlin Marathon am 28.09. (Update: 08.10)

Dennis Kimetto hat beim 41. BMW BERLIN-MARATHON die nächste Zeitbarriere über die klassische Distanz durchbrochen: Der 30-jährige Kenianer stürmte in der Weltrekordzeit von 2:02:57 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor und erzielte damit die erste Zeit unter 2:03 Stunden über die klassische 42,195-km-Distanz. Es ist bereits der zehnte Weltrekord in der Geschichte des größten deutschen Marathons. Auch der zweitplatzierte Emmanuel Mutai (Kenia) blieb mit 2:03:13 noch zehn Sekunden unter der bisherigen Bestmarke, die der Kenianer Wilson Kipsang mit 2:03:23 vor einem Jahr in Berlin aufgestellt hatte. Dritter wurde der Äthiopier Abera Kuma mit 2:05:56. Als bester deutscher Läufer kam Falk Cierpinski (SG Spergau) auf Rang 19 in 2:17:25 Stunden ins Ziel.

Ein Jahresweltbestzeit gab es bei den Frauen: Die Äthiopierin Tirfi Tsegaye gewann in 2:20:18 Stunden und unterbot die bisherige Topzeit der London-Marathon-Siegerin Edna Kiplagat (Kenia) um drei Sekunden. Rang zwei belegte Tsegayes Landsfrau und Trainingspartnerin Feyse Tadese in 2:20:27. Als Dritte folgte Shalane Flanagan, die mit 2:21:14 Stunden den avisierten US-Rekord von 2:19:36 zwar verpasste, jedoch eine persönliche Bestzeit erreichte. Einen persönlichen Rekord erreichte auch Anna Hahner (Gengenbach), die als Siebte und damit beste Deutsche 2:26:44 Stunden lief. Außerdem gab es einen Südamerika-Rekord: Ines Melchor (Peru) verbesserte als Achte ihre eigene Bestmarke auf  2:26:48 Stunden.

Bei idealen Wetterbedingungen mit klarem Himmel, so gut wie keinem Wind und Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius ging das Läuferfeld auf die Strecke. 40.004 Läuferinnen und Läufer hatten sich angemeldet.

Aus meiner Trainingsgruppe lief Wilfried Köhnke (M65) eine 3:44:31 h und Eva Geisler (W40) kam in 3:49:40 h ins Ziel. Aus meinen Verein TUS Neukölln waren 5 Marathonis am Start. Schnellster war Andreas Pelz (M40) in 3:18:39 h vor Marco Thieme (M45) in 3:39:15 h, meiner Person in 3:43:45 h, Lars König (M40) 4:37:14h und Hartmuth Kurzhals (M60) in 6:08:08 h.

 

Mein Lauf

Mit ein wenig Nervosität nahm ich den diesjährigen Marathon in Angriff. Aus Startblock E ging es mit einem Gänsehautgefühl pünktlich um 8.45 Uhr bei 15 Grad und viel Sonne auf die Strecke. In konstanten 5er Abschnitten von 24:30 min., 24:33, 24:18, 24:32 (HM: 1:43:19 h), 24:57 (25 km: 2:02:50 h) lief ich einen tollen Lauf mit der reelen Möglichkeit auf eine Endzeit unter 3:27 h zu kommen. Die Kilometer 26 und 27 passierte ich in je einer Zeit von 4:51 min. für den Kilometer und war gut in Schuß. Ich fühlte mich gut und konnte sogar das Tempo ein wenig steigern.

300 Meter vor dem Ziel

Verletzung beim Verpflegungsstand 

Beim Verpflegungsstand bei km 28 wollte ich mir gerade Wasser holen, als ein übereifriger Läufer direkt vor meine Füße lief und sogar auf meinen rechten Fuß trat, ich versuchte auf dem nassen Untergrund auszuweichen und machte eine „schlechte Ausfallbewegung“ . In diesem Moment durchfuhr mich ein stechender Schmerz in unteren Rückbereich und innerhalb von wenigen Sekunden tat jeder Schritt weh. Bei km 30 suchte ich die medizinische Einrichtung an der Laufstrecke auf und nach einem kurzen Check des Rückens, gab es vom Streckenarzt den Rat mit einigen Gehpausen ganz ruhig ins Ziel zu laufen. Mit insgesamt 5 Gehpausen „verlor“ ich über 17 Minuten auf den letzten 14 Kilometern, war aber total happy dennoch in 3:43:45 h auf Gesamtplatz 8057 ins Ziel gekommen zu sein.

Die gesamte Trainingsvorbereitung war stimmig und auch der Wettkampf bis zu diesem „Zwischenfall“ bei Kilometer 28 war sehr gut.

Update (08.10):

Neben den nunmehr festgestellten muskulären Dysbalancen im unteren Rückenbereich, gesellten sich massive Schmerzen in der HWS hinzu, welche sogar zu Lähmungserscheinungen führten, so dass ich notgedrungen die Laufsaison 2014 beenden muss und erst einmal eine ausgedehnte Regeneration und Rehabilitation durchführen werde. Somit kann ich auch nicht beim tollen Asics Run nicht teilnehmen.

Wenn es mein Körper will, dann versuche ich Anfang November wieder mit dem Training für die Frühjahrssaison 2015 zu beginnen.

 

Berlin-Marathon: Vorbereitungen abgeschlossen

Mit der letzten sehr langen Einheit am 14.09. (33,69 km in 3:05 h), bei 16-18 Grad im zum Teil strömenden Regen (zum Glück Wechselwechsel zum Training mitgenommen), ist die Berlin-Marathon Vorbereitung zum größten Teil abgeschlossen. Endlich lief ich nicht bei der langen Einheit alleine, sondern Will, Micha und eine Wegstrecke lang Heike, begleiten mich.

“Auf und Ab”- die Bilanz:

Verletzungen/Krankheit:

Knapp vier Wochen konnte ich auf Grund der schmerzhaften Rippenprellungen nur mit Schmerzen trainieren und musste zwei lange Einheiten auf Grund dessen kilometertechnisch verkürzen. Seit dem 30.08. trat eine Linderung der Schmerzen ein, aber weg sind sie noch nicht. Außerdem treten die muskelären Verspannungen (beruflicher Stress in der Arbeit und durch das ständige Sitzen am Arbeitsplatz) erneut auf und man fühlt sich dadurch sehr schlapp und der Reizhusten ist wieder mein ständiger Begleiter. Um das Infektrisiko zu reduzieren esse ich seit ca. 4 Wochen verstärkt viel Obst und nehme Zink-und Echinacea- Lutschtabletten regelmäßig ein, aber dieses gibt dennoch keine Sicherheit sich vor dem Marathon noch einen Infekt einzufangen. Bei meinem Sohn ebbt die 14 Tage andauernde Erkältung nunmehr ab und ich hoffe, dass ich gesund zum Start beim Marathon komme.

– Rippenprellung beidseitig: Dauer: gut 4 Wochen 

Gewicht: von 78 kg auf derzeit 75,3 kg

Was lief? 

Seit der Leistungsdiagnostik am 03.07 habe ich den Trainingsumfang gesteigert und den Juli mit dem höchsten Trainingsumfang seit Jahren, nämlich mit 339,6 Laufkilometern abgeschlossen. Der August toppte die Trainingsdaten aus dem Juli dann sogar noch mit 345,09 Lauftrainingskilometern.

Seit dem 03.07. steigerte ich auch die langen Einheiten im Bezug auf die “Streckenlänge”. Von 21 km ging es weiter mit 24,8 km, 23 km, 30,1 km und am 01.08. mit 33 km bei 27 Grad (inkl. drei Trinkpausen). Es folgten dann noch weitere längere Einheiten über 25 km, 23 km, 20,8 (alle Drei mit einer schmerzhaften Prellung einiger Rippen auf Grund zweier Stürze) ,am 30.08.und 14.09  mit je 33,69 km (inkl. zwei Trinkpausen) die längsten beiden Einheiten in der Marathonvorbereitung.

In den letzten 10 Wochen lief ich meist 5 x in der Woche und kam auf einen Wochenumfang von 47,4 km (eine Regenerationswoche in der Vorbereitung) bis 82,3 km. Das wöchentliche Durchschnittspensum (ohne Regenerationswoche) betrug 76,1 km.

Statistik:

43. Trainingswochen (Stand: 16.09):

35 Tempoeinheiten, 36 Laufeinheiten über 90 Minuten und 5 Einheiten über 30 km.

 

3.Volvo Tierparklauf am 07.09.2014

Streckenplan

3.913 Teilnehmer nahmen beim diesjährigen Volvo Tierparklauf bei sommerlichen 28 Grad und heiterem Himmel teil. Leider dezimierte sich unsere Laufgruppe um meinen Sohn Steffen und meine Trainingspartnerin Clarissa auf Grund von Infekten.

 

kurz vor dem Start

So gingen neben Winfried Schumann (TUS) „nur“ Viktoria & ich aus unserer Trainingsgruppe an den Start um Punkt 12 Uhr.  Wobei Winfried schon um 10.30 Uhr über die 5 km Distanz an den Start ging und von 1179 Teilnehmer einen erstklassigen 9. Gesamtplatz (1. MK 45) in 18:38 min. errang.Moderator Tony Schmitt (Spreeradio 105,5) startete dann das Teilnehmerfeld mit 1601 10 km Startern (in 2 Läufen). Viktoria ging die erste 5 km Runde in 20:30 min. durch und ich in 21:01 min. Sie lag an 2 Stelle in der Frauenwertung und ich auf Platz 35 in der Gesamtwertung.

 

Trainingsgruppe Schieber nach dem Lauf

Während Viktoria die zuvor führende Birgitt Uhlig (LC Ron Hill) auf der 2 Runde überholte und in guten 41:28 min. die Frauenkonkurrenz im ersten 10 km Lauf gewann, lag ich bis km 7 (29:20 min.) immer noch im Bereich meiner persönlichen Bestzeit in der AK 45, hatte dann aber massive Probleme mit der Hitze (28 Grad) und verlor in der zweiten Runde 1:12 Minute.

 

Winfried in Aktion

Im ersten Lauf kam ich von 910 Teilnehmern auf den 37 Gesamtplatz (M 45-Platz 5) und in der in der Gesamtwertung nach dem zweiten Lauf auf einen guten 69 Gesamtplatz (M 45-Platz 8). Viktoria wurde im Gesamtergebnis beider Läufe erstklassige Zweite in der Frauenwertung.

Sieger wurden 5 km wurden Marcel Lehmberg (SC Potsdam) in 15:41 min. und Julia Pahnke in 19:27 min.und über 10 km Christian Krannich (LV Einheit Pankow- 32:22 min.) und Anne Barber (LC Ron Hill-40:01 min.) vor Viktoria Lehmeyer (Polizei SV Berlin)

 

TUS-Bericht (Internetseite/Vereinsheft):

Start zum 10 km Lauf (ich bin in der Mitte zu sehen)

Genau 3.913 Läufer rannten beim VOLVO-Tierparklauf am Sonntag über 5 beziehungsweise 10 km durch den Tierpark. Damit hatte das Rennen von BERLIN LÄUFT mit Start und Ziel vor dem Schloss Friedrichsfelde einmal mehr eine sehr gute Resonanz. Bei sonnigem, warmem Wetter mit Temperaturen von bis zu 28 Grad Celsius waren rund 50 Prozent Läuferinnen im Feld – dies ist eine im deutschen Laufbereich ungewöhnlich hohe Frauenquote. Auch der 800-m-Kinderlauf, der über rund 800 Meter führte, hatte mit 500 Startern eine große Resonanz. Die Veranstaltung war erstklassig organisiert, die Laufstrecke abwechselungsreich und Spreeradio Moderator Toni Schmitt führte launig durch das Programm.Schnellster Läufer über die 10-km-Distanz, die wie alle anderen Strecken ausschließlich durch den Tierpark führte, war Christian Krannich (LV Einheit Pankow). Er war nach 32:23 Minuten mit großem Vorsprung vor Stephan Bahn (vereinslos/34:45) und Jan Kerkmann (TSVE 1890 Bielefeld/34:52) im Ziel. Das Rennen der Frauen entschied Anne Berber (LC Ron-Hill Berlin) in 40:05 klar vor Viktoria Lehmeyer (Polizei SV Berlin/41:30) und Anne Videau (Berliner TSC Triathlon/42:43) für sich.

Unser Vereinsmitglied Andrej Woiczik lag nach einer Runde (21:01 min.) noch auf seinem selbstgesteckten Sub: 42:15 min. Kurs, musste dann aber dem schwülwarmen Wetter Tribut zollen und kam als Gesamt 69 (von 1601 Finishern über 10 km in der Gesamtwertung) ins Ziel. In der AK M45 wurde er Neunter.Den 5-km-Lauf gewann Marcel Lehmberg (SC Potsdam) mit 15:42 Minuten. Zweiter war hier Jurek Odenbach (1. VfL Fortuna Marzahn/16:26), Rang drei belegte Holger Kühne (SCC Berlin/17:43). Im Rennen der Frauen siegte Laura Pahnke in 19:30 vor der zeitgleichen Julia Pahnke (beide vereinslos). Dritte wurde Vivien Gruenbaum (SV Friedrichstadt) mit 19:45.
Unser „Dauerläufer“ Winfried Schumann erreichte von insgesamt 1179 Teilnehmer einen erstklassigen 9.Gesamtplatz und gewann die AK M45. Seine Zeit von 18:38 min. spiegelt seine diesjährige sehr erfolgreiche Saison wieder.
Herzlichen Glücklich lieber Winfried zum tollen Gesamtergebnis.

Diesjährige Bestzeiten:

5 km: 20:08 /20:09 min.- 10 km: 42:19,50 min. (PB M45)- Drittelmarathon: 1:01:44 (PB M45)- Halbmarathon: 1:38:53 Std. (PB M45)

Natürlich sind diese Laufzeiten Lichtjahre von meinen „All Time“ Bestzeiten entfernt, aber dennoch bin ich bislang mit der Laufsaison 2014 sehr zufrieden. Gute Gesamtplatzierungen, einige tolle Altersklassen-Ergebnisse und endlich mal einige Monate am Stück 300ter Monatsumfänge trainieren können. Die „Schnelligkeit“ fehlt mir, aber die Grundlagenausdauer ist gut bei mir. Mal sehen, wann ich nach fast drei Jahren Pause mal wieder eine 40er Zeit (2011: 40:10 min.) über 10 km laufe?