27. Internationaler Citylauf in Dresden am 19.03.2017

Kurz nach meinem Geburtstag ging es am 18.03. um 9.15 Uhr mit dem EC von Berlin Südkreuz nach Dresden. Vor 20 Jahren lief ich zum ersten Mal beim Citylauf in Dresden, ich finde die Laufveranstaltung erstklassig und daher startete ich in diesem Jahr das bereits 13 Mal in Dresden. Entgegen den Wetterprognosen kam auch am Samstag die Sonne bei 9 Grad heraus und nach einer Sehenswürdigkeitstour ging es zum Shoppen (da regnete es intensiv „draußen“) und nach leckerem Essen in einer Pizzeria am Abend ins schöne Rundkino, wo wir uns den Disneyfilm „Die Schöne und das Biest“ angesehen haben.

Vom Ibis Hotel in der Prager Str. ging es dann am Folgetag bei Sonnenschein und 3-5 Grad nach einem 10 Minuten langen Fußweg zum Startplatz am Rathaus.

Schnelle Zeiten, große Gefühle – der Citylauf begeistert wieder

 

Start zum 5 km Lauf mit fast 1000 Teilnehmern

Die Straßenlaufsaison in Deutschland hat begonnen, natürlich wieder in Dresden. Und wie! Die 27. Auflage des Internationalen Karstadt sports Citylauf ist der Renner schlechthin: mit 3.329 Teilnehmern über die insgesamt vier Distanzen, unzähligen erschöpft-glücklichen Gesichtern im Ziel, einem Heiratsantrag und der Siegerzeit, die es wirklich in sich hat.
Nach 28:36 Minuten stürmte der Kenianer Nicholas Mulinge ins Ziel und verfehlte damit den Streckenrekord des Polen Dariusz Kruczkowski um lediglich 21 Sekunden. „Ich bin glücklich und zufrieden. Das war ein hartes Rennen, aber schön“, sagte Mulinge, der in einem packenden Zweikampf mit dem Norweger Sondre Moen das bessere Ende für sich hatte. Moen, U23-Europameister von 2011, lief in 28:40 Minuten ebenfalls eine erstklassige Zeit (er wird am 09.04 in Hannover an den Start im Marathon gehen und versuchen eine Zeit unter 2:10 Stunden zu erzielen) und verwies zwei weitere Kenianer auf die Plätze drei und vier.

Start zum 10 km Elitelauf

Sebastian Hendel aus dem Vogtland gewann indes als Fünfter die erstmals ausgelobte Sonderwertung German Elite, die deutsche Top-Läufer fördern und zum Citylauf nach Dresden locken will. Hendel lief 30:18 Minuten und sicherte sich damit die 200-Euro-Prämie. Ihm folgten zeitgleich der Leipziger Marcus Schöfisch, deutscher Marathonmeister von 2016, sowie Marcel Bräutigam aus Erfurt in jeweils 30:28 Minuten.

Bei den Frauen war Lisa Hahner die Schnellste – sozusagen im dritten Anlauf. 2015 verletzte sich die olympische Marathonläuferin auf der Strecke, 2016 musste sie kurzfristig erkrankt absagen. Diesmal lief alles glatt und sie in 34:24 Minuten (derzeit die 5 schnellste Zeit in Deutschland in 2017) zum Sieg. „Das war mein erstes richtiges Rennen seit Olympia in Rio. Umso glücklicher bin ich, dass es so gut lief. In Dresden ist es immer wieder schön“, sagte die 16 Minuten jüngere der Hahner-Zwillinge, die Dresden-Marathon-Siegerin Prisca Kiprono aus Kenia (34:32) und die Berlinerin Victoria Brandt (34:45) hinter sich ließ. Zufrieden war aber auch Anna Hahner (35:57) auf Platz fünf. Nach ihrem Sehnenabriss, zugezogen beim Olympia-Marathon in Rio, war der Citylauf ihr erster Wettkampf überhaupt. Insgesamt waren 170 Teilnehmer bei dem erstmals ausgetragenen Elite-Rennen am Start, das den schnellen Läufern schnelle Zeiten ermöglichen soll.

„Unser überarbeitetes Konzept ist voll aufgegangen. Der Karstadt sports Citylauf hat einmal mehr gezeigt, dass es in Dresden einfach läuft“, sagte Reinhardt Schmidt von der Laufszene Events GmbH, die das Rennen im Auftrag des Citylaufvereins Dresden organisiert. Zu den glücklichsten Teilnehmern gehörten auch Maik Werner und Theresa Rietschel, spätestens nachdem er ihr direkt vorm Start des 10-km-Hauptlaufs einen Heiratsantrag gemacht hatte – und sie antwortete: „Ja, ich will!“

Das Topathletenfeld des 27. Internationalen Karstadt sports Citylaufs:

Zum Beispiel bei den Frauen:
Anna & Lisa Hahner (GER), Prisca Kiprono (KEN), Ivy Chepkok (KEN), Natalie Jachmann (GER – Bestzeit 10km 36:16 min), Eleni Gebrehiwot (GER – Bestzeit 10km 34:00 min), Annett Horna (GER – Bestzeit 10km 32:12 min)

Zum Beispiel bei den Männern:
Sebastian Hendel (GER – Bestzeit 10km 29:58 min), Vincent Hoyer (GER – Bestzeit 10km 30:19 min), Filip Zizka (CZE – Bestzeit 10km 32:04 min), Simon Sang (KEN), Edwin Kosgei (KEN), Sondre Moen (NOR – Bestzeit 10km 28:25 min), Pascal Dethlefs (GER – Bestzeit 10km 30:35 min), Marcel Bräutigam (GER – Bestzeit 10km 29:51 min), Samson Tesfazghi Hayalu (ERI – Bestzeit 10km 32:05), Marcus Schöfisch (GER), Marc Schulze (GER), Andreas Straßner (GER)

Mein Rennen:

Hinten im Bild bin ich sogar zu sehen (nach 1,5 km)

Als letzter Test vor den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften am 09.04. ging ich über die 5 km Strecke an den Start. Da ich hauptsächlich viele lange Einheiten im Training „abspulte“,hatte ich keine großen Ambitionen eine Zeit unter 21 Minuten zu laufen. Den ersten Kilometer erreichte ich in 3:58 Minuten, den Zweiten in 7:56 Minuten (3:58) und ich konnte mich sogar beim dritten Kilometer mit 3:55 Minuten noch steigern.

 

Bei Kilometer 4

Bei Kilometer Drei war ich mit 11:51 Minuten erstklassig auf Kurs sogar unter 20 Minuten zu laufen. Mit Tom Buschner und Christian Parpart aus Nürnberg lief ich zusammen seit Kilometer 2 und wir erreichten den vierten Kilometer nach 15:56 Minuten. Doch dann war bei Christian und mir der Akku aber so alle, dass wir uns den 250 Meter langen Anstieg am Hasenberg hinaufschleppten.

 

50 Meter vor dem Ziel

Zu diesem Zeitpunkt waren die ersten Drei Fabian Gering, Julian Gehring und der oftmalige deutsche 800 Meter Meister Jan Riedel, mit aber schwachen Zeiten für sie (16:03/16:04/16:28), aber schon im Ziel. MIt der schnellsten 5er Zeit in Dresden für mich lief ich total platt aber happy als Gesamt 30 und Fünfter in der M 45 ins Ziel.

 

Bevor es um 15.00 Uhr wieder Richtung Berlin im Regen zurück ging, schlemmten wir noch im „Pizza Hut“.

2019 will ich wieder in Dresden laufen, dann zum 14 Mal.

Happy im Ziel

Jetzt heißt es, nach zwei nicht so Trainingskilometern großen Wochen, wieder den Umfang erhöhen, gesund bleiben und versuchen die Verspannungen am Zwerchfell und die „blöden“ Folgeerscheinungen in den Griff zu bekommen. Dann kann der Hannover Halbmarathon kommen.

 

 

Meine bisherigen Teilnahmen:

1997: 39:43 min. (610 Teilnehmer- Gesamt 51-MHK: 28)- 1998:  39:06 min. (2100 Teilnehmer- Gesamt 164)- 1999: 38:28,1 min. ( 2200 Teilnehmer- Gesamt 113-M30: 15)- 2000: 37:51,8 min. (2100 Teilnehmer- Gesamt 113-M30: 16)- 2001: 38:48 min. (1600 Teilnehmer-Gesamt 157-M30: 30)- 2002: 38:38 min. (1900 Teilnehmer)- 2003:37:46 min.2007: 40:43 min. (900 Teilnehmer- Gesamt 37-M35:8)- 2008: 42:15 min. (1100 Teilnehmer- Gesamt 105-M40:15)- 2010: 41:57 min. (1600 Teilnehmer- Gesamt 81- M 40:12)-2015: 20:39 min. über 5 km (2936 Teilnehmer-Gesamt 29-M45: Platz 3)-2016: 20:48 min. über 5 km (3375 Teilnehmer-Gesamt 34- M 45-Platz 4)

9.Frauenseelauf am 05.03.(Saisoneinstieg)

Viele absolvierte lange Laufeinheiten führten dazu, dass ich im Februar 2017 mit 305 km das größte Trainingspensum in einem Februar seit 2006 hinter mich gebracht hatte. Leider „raffte“ mich dann drei Tage ein kleiner Infekt auf Grund des Trainings bei Wind, Regen und Temperaturen um knapp über den Gefrierpunkt hin, so dass ich zwar meine beruflichen Verpflichtungen nach gehen konnte, aber halt nicht trainierte.

9.Frauenseelauf am 05.03.(Saisoneinstieg)

Nach einer 50 km langen Anreise erreichten mein Trainingspartner Daniel und ich das KIEZ-Frauensee-Areal, wo sich der Start-und Zielbereich befanden. Bei Temperaturen um 10 Grad und heiter bis bewölktem Himmel konnte sich der Veranstalter WSG Königs Wusterhausen über mehr als 600 Teilnehmer freuen. Der Frauenseelauf eröffnet auch in diesem Jahr den Brandenburg Cup, daher fanden vor allem sehr viele leistungsorientierte Altersklassenläufer den Weg nach Gräbendorf. Im letzten Jahr gewann die mehrfache Weltmeisterin im Double Ultra Triathlon und Quadrathlon Katrin Burow vom TUS Neukölln in 1:10:04 h den 15 km Lauf in der Frauenwertung und Roman Wagner vom Citylauf-Verein Dresden in 55:14 Minuten.

Daniel und ich hatten zusammen sehr viele Trainingskilometer hinter uns gebracht und gingen voller Vorfreude den 15 km langen Wettkampf (2 x 7,5 km lange Laufrunde) an. Was wir beide zu diesem Zeitpunkt nicht wußten war, dass auf uns einer der härtesten Wettkämpfe „ever“ hinsichtlich des Streckenprofils auf uns wartete.

Daniel & ich beim Frauenseelauf

Bereits kurz nach dem Erreichen des ersten Kilometers (4:24 min) folgte der sehr knackige 60 Meter hohe Anstieg. Nachfolgend folgte auf dem Waldboden mit vielen Wurzeln und Steinen bei Kilometer 3 wieder ein heftiger über 50 Meter hohe Anstieg und die sehr wellige Runde steigerte sich dann anschließend bei ca. 5,5 mit dem höchsten Punkt der Strecke (65 Meter).

Die erste Runde ging ich in in 33:40 Minuten als Gesamt 22 und Daniel in 37:42 Minuten auf Platz 42 durch. Wir beide waren aber schon auf Grund des heftigen Streckenprofils angeknockt. Die 10 Kilometer-Marke erreichte ich in 45:35 Minuten und dann baute ich ein wenig ab, was aber auf Grund der insgesamt 24 leichten bis schweren Anstiegen auf den 15 Kilometern ganz normal war. Sehr zufrieden erreichte ich dann in 1:09:57 h (Netto) und 1:10:04 h (Brutto) als Gesamt 25  und  Vierter in der M45 das Ziel. Laut Berlin Timing durchlief ich die erste Runde in 33:40 Minuten (Platz 22) und die zweite Runde in 36:24 Minuten (Platz 30). Derzeit bin ich mit dem Training völlig im Plan für das Ziel schneller den Hannover Halbmarathon zu laufen als im letzten Jahr. Daniel lief ein tolles Rennen und erreichte in 1:16:21 h zufrieden das Ziel.