3434 Teilnehmer beim Wolfsburg Marathon am 09.09.2018

Kurz vor dem Start zum 10er

Um Punkt 10:00 Uhr fiel bei 20 Grad und viel Sonne im Zentrum Wolfsburgs der erste Startschuss des Tages. Über 3.400 Läufer waren nach Wolfsburg gekommen um über fünf oder zehn Kilometer bzw. im Marathon oder Halbmarathon ihr Können zu zeigen. Die Marathonläufer machten dabei den Anfang. 20 Minuten später folgten die 5-Kilometer-Läufer, weitere zehn Minuten später die Halbmarathon-Läufer. Für die Teilnehmer der beiden längsten angebotenen Distanzen ging es auf einem 21,1 Kilometer langen Rundkurs vorbei am Planetarium, an der Autostadt, am VW Werk sowie an der Volkswagen Arena, der Heimat der Fußballer des VfL Wolfsburg. Danach führte die Strecke die Läufer zum Schloss und am Allersee entlang. Kurz vor Ende der Runde wurde das VW Bad passiert und am Schillerteich entlang gelaufen. Während sich die Halbmarathon-Läufer nach einer Runde auf den Zieleinlauf freuen durften, gingen die Marathonläufer auf Runde zwei. Das erst um 13:30 Uhr, bei 23 Grad und 100iger Sonneneinstrahlung und mit 800 Teilnehmern gestartete 10-Kilometer-Rennen gewannen Björn Timmerman (VfL Wolfsburg, 33:56 Minuten) und Katharina Stark (TuS Blau-Weiß Lohne, 38:53 Minuten). Zweite wurden Daniel Wienbreier (VfL Wolfsburg, 34:01 Minuten) und Annett Schoeder (Landessparkasse, 45:55 Minuten, mit der ich von km 2 bis km 6 zusammen lief), Dritte Louis Hellmuth (ULV Wolfsburg, 34:11 Minuten) und Mira Loosen (45:59 Minuten).

Wie lief es bei mir?

Auf der Strecke

Eigentlich sollte diese Veranstaltung, mit dem Start am Halbmarathon, mein Herbst-Highlight werden. Aber durch die mehr als dreiwöchige Trainingspause (Ischiasnerv) von Ende Juni bis Mitte Juli und nachfolgendem stark eingeschränkten Trainingspensum mußte ich einen heiß ersehnten Start beim “Wolfsburg Halbmarathon” absagen und mich auf 10 km umschreiben lassen.

Fotos: Claudia Woiczik

Unglücklicherweise fing ich mir 10 Tage vor dem Lauf in Wolfsburg noch einen Infekt ein, der mich auch noch stark schwächte und mich 4 Tage nicht Sport treiben ließ. Des großen Trainingsrückstands bewußt hatte ich mir auch im Kopf klar gemacht, dass es in diesem Wettkampf nur um das “Ankommen” geht.

Kurz vor dem Ziel

Den ersten Kilometer durchlief ich in 4:17 min. Mir war es schon jetzt zu warm und  auch auch der zweite Kilometer mit 4:15 min. war flotter als eigentlich gewollt. Den dritten und vierten KIlometer konnte ich wieder im “diesjährigen Lauftempo” von 4:25 und 4:27 Minuten absolvieren.

 

Zusammen mit der später zweitplatzierten Frau konnte ich auch den fünften Kilometer (22:01 Minuten-Netto-Brutto: 22:10-Platz 30 in der Gesamtwertung bei km 5) gut durchlaufen, aber mir war ja klar, dass ich bis Kilometer 5 sicher gut und flott kommen werde und es dann eng wird. Und so war es auch.  Zur 6 km Marke lief es schon mit 4:42 Minuten einiges schwerer und was dann folgte war schon heftig    

 

Die Qual ist gleich geschafft

Auf der zweiten Laufrunde verlor ich 2 1/2 Minuten!!!!! und kam dennoch zufrieden als Gesamt 43 und auf Platz 5 in der M50 in 46:50 Minuten ins Ziel. Vom Ziel ging es dann wieder die 1,5 km zurück zum schönen Innside Hotel zurück, wo schon die warme Dusche auf mich wartete.

 

Wie fand ich diese Laufveranstaltung?

Der 1,3 Mio. Euro teure Bugatti in der Autostadt Wolfsburg

Eigentlich bietet der “Hexad Wolfsburg Marathon” ein tolles Veranstaltungspaket. Da wir bereits am Freitag nach der Arbeit nach Wolfsburg mit dem ICE angereist sind, konnten wir es auch fast vollständig genießen. Tickets für die Autostadt Wolfsburg waren im  Veranstaltungspaket inkl., die Pasta-Party in der VIP Lounge der VW Arena ist schon ein erstklassiges Erlebnis gewesen.

 

In der VW Arena

Die Laufstrecken sind für einen solchen relativ kleinen Marathon ohne internationale Topläufer außergewöhnlich toll und interessant. Außerdem gibt es ausreichend Verpflegung auf der Strecke. Eigentlich konnte alles so mit dem Lob weitergehen, aber ….

 

Auch die VW Arena wird durchlaufen

warum werden im Sommer die Laufwettbewerbe erst um 10.00 Uhr, 10.30 Uhr und 13.30 Uhr gestartet? Nicht nur in diesem Jahr lagen die Temperaturen in den jeweiligen Startzeiten schon zwischen 18 und 23 Grad, was für Langstreckenläufe eindeutig zu warm ist. Warum lässt man nicht die Marathon- und Halbmarathonläufer zusammen um 9.00 Uhr starten und um 9.30 Uhr die 5er und 10 km Läufer(innen)?. Außerdem ist es mir unklar, warum die 5er und 10er Finisher keine Medaillien im Ziel erhalten?

Der Aufenthalt in Wolfsburg war sehr schön

Dennoch hat mir die Laufveranstaltung sehr gut gefallen und vielleicht komme ich in den kommenden Jahren wieder für ein Läufchen nach Wolfsburg? Nun werde ich noch bei den 5er Meisterschaften am 23.09 und beim 10er drei Wochen später laufen. Wenn es der Körper zu lässt, werde ich nun wieder langsam versuchen den Trainingsumfang auf Umfänge über 50 km zu steigern und dann 2019 wieder versuchen an die Wettkampfergebnisse von 2016 und 2017 an zu knüpfen.

Helene Fischer ist ein Phänomen-unglaubliche Show in Berlin am 04.09

Foto: dpa

Die Nachricht, Helene Fischer sei an einem Infekt erkrankt, kam im Februar, und enttäuschte vor allem jene Fans, die von weither anreisten. Jetzt wurde alles nachgeholt. Am Dienstagabend den 04.09.sollte Fischer für das erste ihrer Nachhol-Konzerte auf die Bühne der Mercedes-Benz-Arena treten – und damit einen wahren Konzert-Marathon vor insgesamt 60.000 Besuchern beginnen. Vier weitere Termine folgten am Mittwoch, Freitag, Sonnabend und Sonntag.

Foto: Steffen Woiczik

Mein Sohn fuhr mit mir um 18.00 Uhr zum Konzert mit seinem Auto los, um 18.45 Uhr der erste Schock. Alle Parkplätze in den beiden Parkhäusern waren voll, dass passierte mir bislang bei meinen 78 Aufenthalten in der Arena am Ostbahnhof noch nie. Gegenüber der Arena, “nur” durch die S-und Fernbahnschienen getrennt, fanden wir nach 1,7 km einen kostenlosen Parkplatz. Ohne Verspätung um 20.00 Uhr erstürmte Fischer bei der Auftaktshow die Bühne der ausverkauften Halle. Schon die Eröffnung setzt Maßstäbe: Zu „Nur mit dir“ wirbelt sie wie eine Luftartistin durch den Bühnenhimmel, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Zu „Phänomen“ trommelt sie wie eine Göttin. Schon nach den ersten Titeln fragt man sich: Gibt es etwas, was diese Frau nicht kann?

Foto: Steffen Woiczik

Sie wisse genau, wie viel den Besuchern dieser Abend bedeutet, sagt sie zur Begrüßung. „In dieser Woche im Februar ist für mich eine Welt zusammengebrochen.“ Nun wolle sie dafür alles geben. „Lasst alles raus!“. Sie tut es – mit ihren großen Hits, aber auch großer Show-Kunst. Nebel, perfektes Licht, spektakuläre Tanzszenen mit 20 Tänzern. Und: Nicht nur musikalisch, auch akrobatisch legte der Schlager-Star los. Die Tour wird von Artisten einer Abteilung des berühmten „Cirque du Soleil“ begleitet – und Fischer vollführt selbst Kunststücke, bei denen andere wohl „Atemlos“ wären. Und immer wieder setzt Fischer noch einen drauf: Als sie sich zu einem Medley von einem XXL-Laufsteg über die Köpfe der Zuschauer tragen lässt und den Fans ganz nah kommt, kocht der Kessel. Der Steg bringt sie zu einer fliegenden Plattform, gestaltet wie ein Ufo. Sie singt Balladen, verschwindet im Saalhimmel, steht aber gleich wieder auf der Bühne und schmettert ihr „Herzbeben“, während sich die Cirque-Kollegen lasziv in und an einem großen Metallgerüst räkeln. Dann geht Helene mit einem Artisten zum Turnen in die Luft, ungesichert, dem Publikum stockt der Atem.

Wer diese Show nicht bejubelt, ist selbst schuld

Foto: Steffen Woiczik

Jubel hingegen, als die Sängerin kurz politisch wird: Sie habe während der vergangenen Tage die Lage in Sachsen verfolgt, wolle ihren Song „Wir brechen das Schweigen“ der Toleranz und dem Kampf gegen Fremdenhass widmen. Danach wird wieder gefeiert – bis Helene ihre Fans mit Konfetti, Feuerwerk und ihrem Mega-Hit „Atemlos“ in die Nacht entlässt, verschwitzt, fasziniert und glücklich. Die Essenz des Abends bleibt: Man muss die Musik nicht mögen – aber wer diese Show nicht bejubelt, ist selbst schuld. Mit ihrer Inszenierung macht sich die Schlager-Königin vollends zur Schlager-Göttin. „Wir wollen den Fans einfach einen schönen, ja vielleicht unvergesslichen Abend bereiten“, sagt sie. In Berlin ist das gelungen.

Meinen Sohn gefiel das Konzert sehr gut. Nach Katie Perry, Depeche Mode und Ed Sheeran war das Helene Konzert unser viertes Konzert in diesem Jahr. Alle vier Konzerte waren sehr gut, aber Helenens Konzert war das atemberaubenste, was ich in den letzten Jahren bei Konzerten so gesehen habe.

Danke Helene

Das Konzert dauerte mit Pause 3 1/2 Stunden, so dass wir um 0.30 Uhr wieder in Buckow eintrafen.

Ein toller Abend.